Wie viel KI steckt wirklich in unseren Agenturtexten?
KI-Texte, Faktenchecks, DSGVO-konforme Tools: Wir erklären transparent, wann und wie KI in der Content-Produktion zum Einsatz kommt. Und warum der Mensch immer das Steuer behält.
Ein Kunde hat uns das kürzlich direkt gefragt. Keine lange Vorrede, kein Smalltalk: „Wie viel KI steckt eigentlich in euren Texten?" Eine kurze Frage. Die aber leider eine längere Antwort braucht. Wer verstehen will, wie wir wirklich arbeiten, bekommt hier umfassende Informationen.
Das Wichtigste vorab:
➡️ Ohne ausdrückliches Einverständnis und einen unterzeichneten AVV kommt bei uns keine KI zur initialen Textproduktion zum Einsatz.
➡️ Standardaufträge produzieren wir nach wie vor vollständig manuell.
➡️ Wo KI eingesetzt wird, entscheiden Thema, Nische und Bearbeitungsstufe über den Anteil. Und unsere Expertise.
➡️ Der Mensch führt. Immer. Nicht am Ende als Korrekturtool, sondern von Anfang an als strategischer Regisseur.
➡️ Jeder CoCreate-KI-Text wird mit unserem AustriaContent Authenticity Score dokumentiert.
Zunächst das Grundprinzip: KI nur mit Ihrer Zustimmung
Bevor irgendetwas anderes gilt, gilt das: KI kommt bei AustriaContent ausschließlich dann zum Einsatz, wenn Sie das ausdrücklich wollen und wenn Sie dem auch zugestimmt haben.
Das bedeutet konkret: Sowohl bei der Buchung unseres Servicepakets CoCreate KI als auch bei umfassenderen Projektaufträgen mit KI-begleiteter Content-Produktion unterzeichnen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Keine Formalie, sondern ein Prinzip. Keine grauen Zonen, keine stillen Abkürzungen.
Erteilen Sie bei uns einen Standardauftrag ohne diesen Schritt, arbeitet unsere Redaktion klassisch, so wie wir das seit unserer Gründung tun: journalistisch, manuell, ohne KI-Unterstützung.
Wenn KI eingesetzt wird: Es kommt darauf an
Das ist keine Ausweichformulierung. Es ist die einzig ehrliche Antwort.
Wer CoCreate KI beauftragt oder dem KI-Einsatz im Rahmen eines größeren Projekts ausdrücklich zugestimmt hat, bekommt keine Einheitslösung. Es ist eine Entscheidung, die sich an Ihrem konkreten Bedarf orientiert. Bei größeren Projekten kann die Content-Produktion nur ein Teil eines breiteren Leistungsumfangs sein, bei dem KI teilweise nur bedingt einsetzbar ist: Briefing-Gespräch, Beratung, Themenarchitektur, Persona-Arbeit oder Website-Analyse.
Wie viel KI-Anteil indes tatsächlich in einem Text steckt, bestimmen dabei drei Faktoren.
1. Das Thema und die Nische
Je spezifischer ein Thema und je stärker es auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist, desto geringer ist der KI-Anteil. Ein allgemeiner Blogartikel über Branchentrends lässt mehr KI-Unterstützung zu als ein Fachartikel über Ihre spezifische Produktionstechnologie, Ihre Unternehmensgeschichte oder ein Interview mit Ihrer Geschäftsführung.
Letzterer entsteht aus Gesprächen, Primärquellen und dem Handwerk erfahrener Redakteur:innen, weniger aus einem KI-Draft.
2. Die Textgattung
Ein standardisierter Newsletter-Teaser funktioniert anders als ein Whitepaper, das Ihre Marktposition langfristig prägt. Deshalb differenzieren wir. Bei Thought Leadership, Positionierungstexten und allem, was Ihre unverwechselbare Stimme trägt, liegt der Schwerpunkt eindeutig auf menschlicher Kreation.
3. Die Bearbeitungsstufe
CoCreate KI bietet drei Stufen, die sich nicht nur im Leistungsumfang, sondern auch im KI-Anteil unterscheiden. Bei Edit ist er am höchsten, bei Unique am geringsten. Mehr dazu weiter unten.
Was wir nicht tun: Einfach auf „Generieren" klicken
„KI-Content" klingt in vielen Köpfen so: Prompt eingeben, Ergebnis kopieren, veröffentlichen. Das ist nicht unser Modell – und zwar aus gutem Grund.
Generative KI arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten. Sie reproduziert, was populär und oft verwendet wurde. Das Ergebnis ist eine Content-Monokultur, in der Ihre Brand Voice untergeht. Hinzu kommt das Problem der halluzinierenden KI: Falsche Fakten, erfundene Zitate, selbstbewusst formulierte Unwahrheiten. Im B2B-Umfeld kann eine einzige fehlerhafte Zahl Ihre Glaubwürdigkeit bei Entscheider:innen dauerhaft beschädigen.
Deshalb bauen wir für Kunden, die CoCreate KI nutzen oder dem KI-Einsatz im Rahmen größerer Projekte zugestimmt haben, maßgeschneiderte KI-Agenten innerhalb unserer eigenen Enterprise-Tools. Diese individuell für Kunden entwickelte Agenten in unseren geschlossenen Systemen werden mit Ihrer Brand Voice, Ihren Zielgruppen, Ihrer Terminologie und Ihren kommunikativen Zielen kalibriert, indem wir etwa Voice Packs bauen oder unser eigenes PersonaTrigger-Framework integrieren. Oft produzieren wir zunächst eine größere Menge Texte vollständig manuell, um die Agenten mit den entsprechenden Informationen zu versorgen. Erst wenn dieses Fundament steht, arbeiten wir mit den Agenten.
Das ist aufwendiger als das schnelle Prompt-in-Text-out-Modell anderer Anbieter. Aber genau deshalb klingt das Ergebnis nach Ihnen und nicht nach einer Maschine.
Dass wir das leisten können, hat einen konkreten Hintergrund: Mit Contentrabbit haben wir gemeinsam mit dem bayerischen Startup Flowrabbit ein eigenständiges KI-Tool zur Content-Produktion entwickelt, das wir für Kund:innen individuell bauen und anschließend an sie übergeben, damit sie selbst Content produzieren können.
Contentrabbit ist also nicht dasselbe wie die Tools und Workflows, die wir intern für CoCreate KI oder für KI-gestützte größere Projekte einsetzen. Aber die Entwicklung dieses Systems gibt uns einen sehr genauen Einblick darin, wie man KI verlässlich trainiert und wo Grenzen liegen.
Das „Human in Command"-Prinzip: Mehr als ein Korrekturdurchgang
Viele Agenturen arbeiten nach dem „Human in the Loop"-Prinzip. Ein Mensch liest am Ende kurz drüber, prüft ob etwas offensichtlich falsch klingt – und gibt frei. Das ist keine Qualitätssicherung. Das ist Schadensbegrenzung.
Unser Ansatz geht wesentlich weiter: Human in Command.
Unsere Content-Strateg:innen – viele kommen aus dem Printjournalismus, haben als Chefredakteur:innen gearbeitet oder Fachmedien aufgebaut – steuern den gesamten Entstehungsprozess. Sie definieren Ziel, Tonalität, Struktur und Recherchepfad, bevor die KI überhaupt startet. Die KI ist ein präzises Werkzeug für eine vordefinierte Vision. Kein Autopilot.
Der Unterschied zwischen diesen beiden Modellen ist nicht marginal. Er entscheidet darüber, ob am Ende austauschbarer Durchschnitts-Content steht – oder ein Text, den man Ihrer Marke sofort anmerkt.
Die drei CoCreate-KI-Bearbeitungsstufen
Wer CoCreate KI bucht, nutzt unser System für vorwiegend strategisch geführte Textproduktion, immer je nach gewünschter Tiefe, Individualität und Qualitätsanforderung in drei Bearbeitungsstufen. Für jede CoCreate-KI-Stufe gilt dabei ein bestimmter AustriaContent Authenticity Score: ein transparentes Bewertungssystem in fünf Dimensionen (Recherche, KI-Transparenz, redaktionelle Veredelung, Qualitätssicherung, strategische Optimierung).
Edit – Stilistische Exzellenz für skalierbaren Content
Die Redaktion überarbeitet den KI-Draft intensiv, stimmt ihn auf Ihre Brand Voice ab und sorgt für stilistische Sauberkeit. Dazu kommt ein Plagiatsscan.
Edit eignet sich für: Marketing-Teams, die ihre Publikationsfrequenz erhöhen wollen – mit standardisierten Blogbeiträgen, Social-Media-Content oder allgemeinen Newsletter-Inhalten.
KI-Anteil: am höchsten der drei Stufen | Authenticity Score: mindestes 45 Punkte (Solid Content)
Optimize – Faktencheck und Tiefe für vertrauenskritische Themen
Zusätzlich zur redaktionellen Überarbeitung kommen Online-Recherche, ein strenger Fakten- und Quellencheck sowie die Einarbeitung unternehmensspezifischer Inhalte hinzu. SEO-Optimierung ist inklusive, ebenso eine kostenlose Korrekturschleife.
Optimize eignet sich für: Fachartikel, Case Studies, Produktbeschreibungen und Unternehmenskommunikation – überall dort, wo Fehler keine Option sind.
KI-Anteil: deutlich reduziert | Authenticity Score: mindestens 65 Punkte (Professional Content)
Unique – Thought Leadership mit journalistischer Tiefe
Hier gilt das Vier-Augen-Prinzip: Zwei Content-Expert:innen arbeiten an jedem Text. Eigene Deep-Research, ein individueller CoCreate-Styleguide, zwei Korrekturschleifen und Generative Engine Optimization (GEO) für KI-Portale wie Perplexity, ChatGPT oder Google AI Overviews runden das Paket ab.
Unique eignet sich für: C-Level-Kommunikation, Whitepapers, Thought-Leadership-Formate und hochwertigen Markencontent – alles, was Ihre Position im Markt langfristig prägt.
KI-Anteil: auf ein Minimum reduziert | Authenticity Score: mindestens 90 Punkte (Premium Content)
Recherche bleibt Handwerk
Recherche ist bei uns keine KI-Aufgabe. Interviews, Primärquellen, Branchenberichte, das macht alles unser Team.
Das ist kein nostalgisches Bekenntnis zum Analogen. Es ist eine inhaltliche Entscheidung. Genau in der Recherche und in Gesprächen mit unseren Kunden entstehen die Einblicke, die Ihren Content von der Masse abheben. Kein Sprachmodell kann ein Experteninterview führen oder eine interne Unternehmensstudie auswerten. Das können Menschen, die ihren Job verstehen.
DSGVO, Tools und Transparenz: Was Sie wissen müssen
Wir verwenden ausschließlich DSGVO-konforme KI-Tools. Ihre Daten werden nicht zum Training fremder Modelle eingesetzt. Und die KI-Agenten, die wir für die Content-Produktion unserer Kunden entwickeln, laufen ausschließlich auf einem in Deutschland gehosteten Enterprise-Tool.
Nach Abschluss jedes CoCreate-KI-Projekts erhalten Sie auf Wunsch den AustriaContent Authenticity Score. Kein Marketing-Versprechen, sondern ein messbares Zertifikat, das dokumentiert, was Mensch und was Maschine beigetragen haben. Schwarz auf weiß.
Die kurze Antwort in drei Fällen
Standardauftrag: Kein KI-Anteil. Unsere Redaktion arbeitet klassisch, manuell, journalistisch.
CoCreate KI: Únser System für vorwiegend strategisch geführte Textproduktion – abhängig von Thema, Nische und gewählter Bearbeitungsstufe, immer mit journalistischer Führung, DSGVO-konformen Tools, menschlichem Faktencheck und vollem Transparenznachweis.
Größeres Projekt mit KI-Einsatz: Wenn Content-Produktion Teil eines umfassenderen strategischen Auftrags ist – etwa im Zusammenspiel mit Beratung, Themenarchitektur, Persona-Arbeit oder Content-Strategie – kann KI ebenfalls zum Einsatz kommen, sofern dieser Einsatz ausdrücklich freigegeben wurde.
Was wir nie tun: KI einfach so zur reinen Textproduktion verwenden, den rohen KI-Output einfach übernehmen, mit Ihren Daten öffentliche Sprachmodelle trainieren oder Ihnen ein Ergebnis liefern, hinter dem wir nicht stehen würden.
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